Arthotel · Landhaus zur alten Gärtnerei · Zu Gast bei Freunden

Arthotel - Landhaus zur alten GärtnereiErlebnisreich und individuell, einzigartig in Deutschland bzw. Europa bleibt der Gast König und bestimmt sein Reich, in dem er herrschen möchte.HotellobbyHome is where your heart is.TreppenhausIn ein Haus, in dem die Freude lebt, zieht auch das Glück gerne ein.(Japanisches Sprichwort)RestaurantMan soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat darin zu wohnen.(Winston Churchill)RestaurantHier bin ich Mensch, hier darf ich's sein.(Johann Wolfgang von Goethe)RestaurantUnsere wahre Aufgabe ist es, glücklich zu sein.(Dalai Lama)

Arthotel - Landhaus zur alten Gärtnerei

Erlebnisreich und individuell, einzigartig in Deutschland bzw. Europa bleibt der Gast König und bestimmt sein Reich, in dem er herrschen möchte.

Hotellobby

Home is where your heart is.

Treppenhaus

In ein Haus, in dem die Freude lebt, zieht auch das Glück gerne ein.

(Japanisches Sprichwort)

Restaurant

Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat darin zu wohnen.

(Winston Churchill)

Restaurant

Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein.

(Johann Wolfgang von Goethe)

Restaurant

Unsere wahre Aufgabe ist es, glücklich zu sein.

(Dalai Lama)

Künstlerschlaf

"Wir brauchen neue Matratzen!" erschallt es wie Schlachtruf im Schlafzimmer. Eine Hand ins Kreuz gepresst, humpelt Herr Künstler mit schmerzverzerrtem Gesicht an Frau Künstlers Bettseite vorbei. Frau Künstler horcht erschrocken auf. Wenn Herr Künstler in diesem Ton spricht, kennt er kein Pardon mehr und den guten alten eingelegenen Matratzen mit den sympathischen Liegekuhlen in der Mitte wird es an den Kragen gehen. Schon zerrt Herr Künstler fluchend den ersten Delinquenten in den Flur, schnappt sich den Telefonhörer und informiert die Abfallentsorgungsgesellschaft seines Vertrauens darüber, dass er einen Matratzenfriedhof anlegen will und dazu einen seiner Sperrmüllentsorgungsschecks einzulösen gedenkt.

Sekunden später reißt er Matratze Nummer zwei aus dem Bett, nachdem er Frau Künstler zuvor erfolgreich vertrieben hat. "Senile Bettflucht", murmelt diese gehässig in seine Richtung und macht sich erst mal einen Kaffee. "Und überhaupt - wenn wir schon dabei sind", ruft sie aus der Küche, "dann fliegt aber auch das hässliche Gästebett raus, das du gekauft hast als ich krank war". Kaffee trinkend lehnt sie im Türrahmen, beobachtet missbilligend das Wüten ihres Liebsten und überlegt, wie sie aus der Situation sonst noch Kapital schlagen kann. "Neue Bettbezüge brauchen wir auch", fällt ihr ein. Herr Künstler, der das Hinauswerfen eines funktionsfähigen Möbels aus ästhetischen Gründen sowie den Kauf des 212ten Bettbezugs eigentlich für Verschwendung hält, nickt ergeben. Auch er kennt die Tonlagen seiner Angetrauten und weiß, in diesem Punkt wird sie nicht mit sich verhandeln lassen. Seit er eigenständig dieses Gästebett gekauft hat, ist es zum dauernden Zankapfel zwischen ihm und Frau Künstler geworden. Zugegeben, es ist wirklich nicht das Schönste, ein wenig rustikal, "Modell Alm-Öhi" oder "Heidi-Bett" nennt es Frau Künstler hämisch, aber schließlich hat man ja nicht jeden Tag Gäste und die machen beim Schlafen die Augen zu, oder? Mehrere Designer-Tagesdecken, die Frau Künstler inzwischen erworben hat, können offenbar die Hässlichkeit des darunter befindlichen Bettes nicht wettmachen. "Aber die Matratze vom Gästebett behalten wir", feilscht er. Frau Künstler nickt und verschwindet ins Bad.

Es ist Samstag, Montag kommt der Sperrmüll - reichlich Zeit beim nahe liegenden Möbelmarkt, in dessen Heimatland man angeblich gerade ein Fest namens Knut feiert, neue Matratzen zu besorgen. Künstlers stürzen sich todesmutig ins Samstagsgewühl, stärken sich im Restaurant erst einmal mit Fleischbällchen, deren Name seltsam klingt und deren Konsistenz an Sofafüllungen erinnert - aber geschmacksoptimiert sind sie, das muss man einräumen - und schlendern dann vergnügt in die Abteilung Betten und Matratzen um dort mit einigem Entsetzten festzustellen, dass Sprungfedern en vogue zu sein scheinen. Einmal einatmen und die Matratze katapultiert einen in Richtung Decke und federt noch 20 Mal elastisch nach. Die andere Matratzensorte steht in punkto Weichheit den ausgemusterten acht Jahre alten Künstlermatratzen in nichts nach. Während Herr Künstler in der Mitte seiner Matratze versinkt, bis sie an den Seiten fast über ihm zusammenklappt, federt Frau Künstler kichernd auf einer anderen, was ihrem Magen gar nicht gut bekommt. Man verlässt den Möbelmarkt ohne Matratzen, aber mit drei neuen Bettbezügen und um ein paar Erfahrungen reicher.

Nun rüstet man sich für einen neuen Anlauf.

Herr Künstler ist auf dem Nachhauseweg schweigsam und nachdenklich. Frau Künstler sieht ihn forschend an. "Weißt du, wenn wir schon neue Matratzen kaufen, äußert er sich schließlich, um Frau Künstler am Ergebnis seines intensiven Denkens teilhaben zu lassen, sollten wir uns den Luxus gönnen und breitere Matratzen kaufen."

"Oh ja, dann schnarchst du nicht mehr direkt neben meinem Ohr", freut sich Frau Künstler. Minuten später. "Dann brauchen wir doch aber auch ein neues Bett, oder?" Künstlers schauen sich an. Die Sache wird ja immer vertrackter. "Da war doch so ein stylisches Möbelgeschäft bei Brühl, du weißt doch, mir fällt nur der Name nicht mehr ein, sinniert Frau Künstler, dort haben wir doch vor drei Jahren dieses tolle Bett gesehen"… Stunden später haben Künstlers eine nette, gepflegt zerstrittene Über-Land-Partie hinter sich und stellen fest, dass es dieses Möbelgeschäft nicht mehr gibt. Matratzen gibt's auch keine mehr, denn die Geschäfte sind zu. Soweit Plan B.

Montagmorgen: Sperrmüll: Zwei Künstlermatratzen und ein Gästebett (das noch vom Nachbarn gerettet wird, und zum ewigen Zankapfel zwischen ihm und seiner Frau werden wird) sind dabei.

Montagabend:

Künstlers stellen fest, dass sie ein Bett mit zwei Lattenrosten besitzen, eine Matratze aus dem Gästebett und eine Couch im Wohnzimmer. Frau Künstler stellt fest, dass Herr Künstler eindeutig an dieser misslichen Situation die Schuld trägt und schnappt sich die noch verbliebene Matratze, zieht sie ins Ehebett und gibt Herrn Künstler zu verstehen, dass es nicht ihr Problem ist, wo er die Nacht verbringt. Herr Künstler kratzt sich nachdenklich am Kopf. "Samstag besorgen wir Matratzen", verspricht er." Bis dahin schlafe ich auf dem Sofa." Nachts weckt in ein krachendes Geräusch: Frau Künstler hat ein wenig unruhig geschlafen und ist dabei auf den leeren Lattenrost neben sich gerollt. Zeternd und schimpfend polstert sie nun die kahle Bettseite neben sich mit alten Kissen und Decken aus, was dem Schlafzimmer den bohèmehaften Charme eines Campinglagers verleiht.

Samstag:

Künstlers betreten ein Matratzenfachgeschäft und werden von einer kompetenten Verkäuferin umfassend beraten. Sie stauen ein wenig über die Preise, kichern beim Probeliegen, lernen, dass Latex nicht per se etwas mit unanständigen schwarzen Klamotten zu tun hat und erfahren, wie eine Taschenfederkernmatratze von innen aussieht. Dabei kommen sie sich ein bisschen älter vor, als sie sich eigentlich fühlen. Sollten sie wirklich schon bei der Altersgruppe der Knirscherschienenträger und Wärmflaschenbenutzer angekommen sein, die auf Dinkelkissen und Nachtsöckchen aus Mohair schwört, und die die Stellung ihres Bettes von einem Wünschelrutengänger vermaßen lässt? Vor ein paar Jahren, als sie von Weißwein auf Rotwein umstiegen, kam ihnen schon mal ein ähnlicher Gedanke.

Und sollte man überhaupt kostbare Lebenszeit verschwenden, um sich über das Innenleben verschiedener Matratzensorten beraten zu lassen? Stumm verständigen sie sich, dass auf jeden Fall jetzt hier und sofort gekauft wird, nicht noch ein kostbarer Samstag soll draufgehen für umständlichen Preisvergleich und langwierige Beratungs- und Entscheidungsprozesse. Man spürt ja förmlich, wie man jede Minute älter wird! Künstlers verdrängen erfolgreich das Altersproblem und entscheiden sich nach zwei Stunden für solide Latexmatratzen - extrabreit - mit abnehmbaren Bezug und Frau Künstler kauft sogar noch ein Dinkelkissen, das im Angebot ist.

Und da Latexmatratzen spezielle Lattenroste brauchen, kaufen sie diese gleich noch mit. Das Ganze wird deutlich teurer als geplant, verleiht ihnen aber das gute Gefühl, sich etwas gegönnt zu haben, was selbst die Eltern gutheißen würden, denn Künstlers sind nicht gerade für Vernunftkäufe bekannt.

"Geliefert werden die Matratzen in ca. drei Wochen", sagt die Verkäuferin mit professioneller Fröhlichkeit, während sie die Künstlergeldkarte geschickt durchs Lesegerät zieht. "Bei den Lattenrosten kann es noch ein wenig länger dauern", setzt sie entschuldigend hinzu. Herr Künstler schnappt hörbar nach Luft. "Künstlerpech", sagt er sich.

"Das ist gut, dann haben wir noch Zeit, ein neues Bett auszusuchen", befindet Frau Künstler.

Im Auto fällt ihr noch etwas ein:

"Was meinst du, ob so ein Zwei-Meter-Bett überhaupt in unser kleines Schlafzimmer passt?"

PS :

Dass Künstlers umgezogen sind, weil das Schlafzimmer zu klein für ihr neues Bett war, ist ein übles Gerücht. Ebenso, dass Herr Künstler vom wochenlangen Schlafen auf dem Sofa einen Rückenschaden davongetragen hat. Fakt hingegen ist, dass bei Künstlers erst kürzlich ein Wünschelrutengänger gesehen wurde. Und dass Frau Künstler zur Erhöhung des Schlafkomforts neuerdings eine Schlafbrille und Mohairsöckchen trägt.

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Kontakt & Anschrift

Arthotel
Landhaus zur alten Gärtnerei

Nächst Neuendorfer Landstr. 49
D-15806 Zossen (b. Berlin)

Telefon: 03377-2013-0
Telefax: 03377-2013-14

eMail: info(at)kulturlandhaus.de
Internet: www.kulturlandhaus.de

Öffnungszeiten (Restaurant)
Montag (Ruhetag)
Dienstag - Samstag ab 17:00

Sonntage und Feiertage auf Anfrage.
(um Reservierung wird gebeten)

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